Ein Nachmittag in Köln
Da ausgesprochen schönes Herbstwetter war, nutzte ich den Nachmittag, um mit dem Zug nach Köln zu fahren und in Ruhe durch die Stadt zu schlendern. Vom Hauptbahnhof aus fuhr ich mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Zoo/Flora, um den Forstbotanischen Garten, die Kölner Flora, zu besuchen. Ich wollte sehen, welche Blumen zur Zeit blühten. Die Blumenbeete waren für neue Bepflanzungen im Frühjahr bereits vorbereitet, nur die Stamm-Rosen blühten noch unermüdlich.
Kölner Flora im Herbst
Um zum Neumarkt zu kommen, nahm ich die Straßenbahn. Dazu ging ich zunächst an der Außenmauer des Zoos vorbei, an der einige der Zoo-Bewohner bildlich dargestellt sind.


Außenmauer um den Kölner Zoo
Wie immer, wenn ich in der Nähe bin, besuchte ich auch dieses Mal die AntoniterCity-Kirche auf der Schildergasse. Es ist ein Ort, in dem man völlig zur Ruhe kommen kann. Dort kann man Kerzen für Menschen anzünden, die einem wichtig sind, und seine Hoffnungen und Wünsche in das dafür vorgesehene Buch eintragen.
AntoniterCity-Kirche auf der Schildergasse in Köln
Die evangelische „AntoniterCityKirche“ wurde ursprünglich als Kirche der ab 1350 erbauten Klosteranlage der Kölner Antoniter-Ordensgemeinschaft errichtet. Sie ist durch ihre Ausstattung und ihre Geschichte sowie ihre darüber gelebten Traditionen heute ein „Sinnbild für Frieden, Verständigung und Toleranz“.



Die AntoniterCity-Kirche, ein Ort der Ruhe
In einem Seitenschiff der AntoniterCity-Kirche hängt Ernst Barlachs berühmter Bronze-Engel, der „Schwebende“, an Ketten. Es ist einer der drei Nachgüsse, der Erstguss war verloren gegangen. Als Ernst Barlach die Figur modellierte, muss er an seine Künstlerfreundin Käthe Kollwitz gedacht haben, denn Der „Schwebende“ trägt ihre Gesichtszüge.


„Der Schwebende“ in der AntoniternCity-Kirche
Auf dem Weg zum Hauptbahnhof sah ich mir noch die Dominikanerkirche St. Andreas und die Kirche St. Mariä Himmelfahrt an.


Auch nach so vielen Jahren bin ich immer wieder vom Kölner Dom beeindruckt. Mit einer Höhe von 157 Metern ist der Dom das dritthöchste Kirchengebäude der Welt, es ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen Kölns und Deutschlands Sehenswürdigkeit Nummer eins: Über sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die UNESCO-Welterbestätte.



Kölner Dom


Vom Dom aus ging in über die Deutzer Brücke auf die andere Rheinseite und konnte das schöne Köln-Panorama von Köln-Deutz aus sehen.



Blick von Köln-Deutz aus auf die andere Rheinseite mit Altstadt und Kölner Dom
Für viele Kölner ist Köln die schönste, interessanteste und beste Stadt der Welt. Das klingt zwar für Nicht-Kölner etwas großspurig, denn es gibt sicherlich größere und aufregendere Städte als Köln. Aber für die Kölner ist das „Jföhl, dass es unser geliebtes Kölle gibt“, enorm wichtig.




















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