Schubladendenken …Stereotyped thinking

Stella, oh, Stella

Foto: Matsunaga – Pixabay

Neulich erinnerte ich mich an eine Begebenheit aus meiner Jugend. Ich hatte eine Freundin, die schon studierte, als ich noch ins Gymnasium ging, denn sie hatte zweimal eine Klasse übersprungen, im Gymnasium, ungemein imponierend. Sie studierte Politikwissenschaften. Eines Abends waren wir in einer unserer Stammkneipen und trafen einen, wie ich fand, merkwürdigen Typen. Als er hörte, dass meine Freundin Politikwissenschaften studierte kam er gleich mit einem Vorurteil: Studiengang der reichen, verwöhnten Leute. Als meine Freundin ihm dann erzählte, dass sie aus einer Arbeiterfamilie stammte, fand er gleich eine neue Schublade: sie hatte sich hochgearbeitet vom Proletariat und studierte nunmehr Politik um zu beweisen, dass sie genau so gut war wie die reichen, verwöhnten Studenten.

Und so ging es weiter. Jedes Mal wenn sie etwas sagte, konterte er mit einer neuen Schublade. Ich fragte mich, ob er wohl wirklich so klischeehaft dachte oder sie nur provozieren wollte.

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